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Nichtrostende Stähle für die Lebensmittelindustrie: Pluspunkt Hygiene

Machen Sie doch einmal den Versuch und werfen zu Hause einen Blick in Ihre Küche. Sie werden schnell feststellen, dass in keinem anderem Zimmer Edelstahl so stark vertreten ist wie in Ihrem Kochtempel. Die Erklärung dafür ist einfach: Im Kontakt mit Lebensmitteln gibt es kein besseres Material als Edelstahl.

Stabile Oberfläche sorgt für Hygieneplus

Der entscheidende Grund dafür ist die glatte, schützende und stabile Chrom-Oxidschicht. Sie sorgt dafür, dass Edelstähle korrosionsbeständig sind. Konkret bedeutet das, dass das Grundmaterial im Kontakt mit Lebensmitteln (beispielsweise Fruchtsäuren) und weiteren Umwelteinflüssen (z.B. Sauerstoff und Reinigungsmittel) nicht angegriffen wird. Zudem lässt sich Edelstahl sehr gut reinigen, wodurch Keime und Bakterien keine Angriffsfläche haben und die Hygiene deutlich steigt.

Ein weiterer Pluspunkt in Sachen Hygiene ist die Wirkung von Edelstahl auf Lebensmittel. Er hinterlässt keine schädlichen Stoffe oder Partikel und führt so zu keiner Verunreinigung/Veränderung der Nahrungsmittel. Dadurch ist das Material die Wahl Nummer eins, wenn es darum geht, die hohen Hygienestandards der Lebensmittel- und Getränkeindustrie zu gewährleisten.

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Auf die Legierung kommt es an

Das wichtigste Legierungselement von nichtrostenden Stählen ist Chrom. Neben Chrom wird für den weit verbreiteten Edelstahl Rostfrei 1.4301, auch umgangssprachlich VA oder V2A Stahl genannt, noch Nickel hinzu legiert. An Ihrem Essbesteck können Sie häufig Zahlen wie 18/10 oder 18/0 sehen. Diese Nummern stehen für die Anteile an Chrom und Nickel. 18/10 bedeutet, dass dieser Werkstoff im Mittel 18 % Chrom und 10 % Nickel enthält. 18/0 dagegen ist dagegen nickelfrei und weist einen Chromanteil von 18 % auf.

Die Qual der Wahl

Für die Wahl der passenden Edelstahlsorte im Kontakt mit Lebensmitteln gibt es keine allgemeingültigen Grenzen für die Legierungsgehalte. Die Wahl des richtigen Stahls ist daher abhängig von den Umgebungsbedingungen. Für die meisten Anwendungen im Lebensmittelbereich sind die austenitischen Edelstahlsorten sehr gut geeignet (1.4301, 1.4404).

Bei höheren Korrosionsbelastungen, wie beispielsweise hohe Salzgehalte (Pökeln usw.) kann es durchaus erforderlich sein, auf Duplex-Stähle zurückzugreifen. Lediglich der schwefellegierte 1.4305 sollte nicht beim Einsatz mit Lebensmitteln verwendet werden.

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EU-Verordnung definiert die Anforderungen an die Materialien für die Lebensmittelindustrie

Welche Stahlsorten dürfen im Umgang mit Lebensmitteln verwendet werden? Für die Länder der Europäischen Gemeinschaft definiert die Verordnung 1935/2004/EG grundlegende Anforderungen an Materialien und Gegenstände, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Vereinfacht besagt die Verordnung, dass die Materialien keine schädlichen Stoffe an die Lebensmittel übertragen dürfen, die die menschliche Gesundheit gefährden. In Europa ist es dokumentarisch sehr gut belegt, dass rostfreier Stahl diese Anforderungen erfüllt.

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